Villingen-Schwenningen

Klein-Schulen werden leiden

Die Rietheimer Grundschule könnte ebenfalls nach Pfaffenweiler integriert werden, schlägt der Schulentwicklungsplan vor. Weitere Alternative: Sie wird ganz aufgelöst, die Schüler müssen an die Warenbergschule (oder als dritte Möglichkeit: die Rietheimer Bildungseinrichtung wird Filialschule der Warenbergschule).


Villingen-Schwenningen (gha) Vom angekündigten Rückgang der Schüler sind die meisten VS-Bildungsstätten betroffen - mache allerdings mehr. Welche Konsequenzen die Stadt daraus zieht, muss wie berichtet der Gemeinderat entscheiden. Beuteln könnte es vor allem auch die Schulen in den Stadtbezirken, dort vor allem Tannheim. Der Schulentwicklungsplan rät, die Grundschüler künftig nach Pfaffenweiler zu schicken. Diese Grund- und Hauptschule soll ab 2008/2009 eine Ganztagesschule werden: Durch solch ein attraktives Profil könnte die Abwanderung von Schülern gestoppt werden.

Die Rietheimer Grundschule könnte ebenfalls nach Pfaffenweiler integriert werden, schlägt der Schulentwicklungsplan vor. Weitere Alternative: Sie wird ganz aufgelöst, die Schüler müssen an die Warenbergschule (oder als dritte Möglichkeit: die Rietheimer Bildungseinrichtung wird Filialschule der Warenbergschule).

Solche Varianten hält der Schulentwicklungsplan einige bereit - auch für die größeren Stadtbezirke. In Villingen ist zum Beispiel der Bestand des Hauptschulzweigs der Klosterringschule akut gefährdet. Diese Jugendlichen könnten künftig an der Goldenbühl- und Bickebergschule unterrichtet werden. Im Gegenzug sollte die Klosterring- als reine Grundschule gestärkt werden, indem dort Bickebergschüler aufgenommen werden.

Ganz schwarz sieht es für die Haslachschule aus. Die wird bis in gut 15 Jahren knapp 50 Prozent ihrer Schüler verlieren. Ein Vorschlag des Schulentwicklungsplans lautet, diese Bildungsschmiede mittel- und langfristig der Goldenbühlschule zuzuordnen. Die Südstadtschule wiederum dürfte von der Bebauung des Wohngebiets "Welvert" stark profitieren.

Die Diskussion um die Zukunft der VS-Bildungseinrichtungen beginnt nächste Woche im Verwaltungsausschuss. Es ist der zweite Tagesordnungspunkt am Mittwoch, 14. November, im Matthäus-Hummel-Saal (über der Feuerwehr) in VS-Villingen, ab 17 Uhr.

(Quelle: http://www.suedkurier.de/region/villingen/villingen/art2997,2897982)